Die
schulische Lerngruppe der Tagesklinik ist konzeptionell stark in die
Abläufe der Tagesklinik eingebunden.
Im regen wertschätzenden Austausch mit den beteiligten Berufsgruppen
(Therapeuten, Erzieher, Ärzten) wird versucht,
positive Veränderungen im familiären Umfeld der Patienten einzuleiten.
Grundlage der Arbeit ist eine systemische Betrachtungsweise, in der das
Verhalten des Kindes nicht isoliert,
sondern in Abhängigkeit vom familiären Umfeld betrachtet wird.
Inhaltsangabe:
I.
Vorgespräche
II.
Aufnahme
III.
Beschulung
IV.
Kontakte zur Heimatschule
V.
Elternarbeit
VI.
FiSch
Ausführliche Projektbeschreibung - Familie in der
Schule
VII.
Zusammenarbeit mit den Stationen
VIII.
Runder Tisch
IX.
Reintegration
X.
Entlassung
(Auf den Punkt der Inhaltsangabe klicken
und Sie kommen zur entsprechenden Textstelle)
I.
Vorgespräche:
·
Beteiligung einer Lehrkraft am Vorgespräch auf der Station. Teilnehmer
könnten die Erziehungsberechtigten, andere Familienangehörige,
Lehrkräfte der Heimatschule, Therapeuten und Erzieher sein.
·
Gemeinsame Reflexion des Vorgespräches mit den beteiligten Therapeuten
·
ggfs. Hilfestellung bei der Inanspruchnahme weiterer Hilfen
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II.
Aufnahme:
·
Zuordnung des Schülers/der Schülerin zu einer Bezugslehrkraft vor dem
Aufnahmegespräch
·
Gemeinsames Aufnahmegespräch (Tagesklinik und Schule) am Aufnahmetag
·
Schulische Inhalte des Aufnahmegespräches: Formalitäten, schulische
Ziele, aktuelle schulische Entwicklungen, Leistungsstand, ... ,
·
Einführung des Schülers/der Schülerin durch die Bezugslehrkraft in den
Klassenverband
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·
Zusammentragen von Informationen über den Schüler durch informelle
Gespräche mit dem Schüler und Kontaktaufnahme zur Heimatschule
·
Gespräche mit den Lehrkräften sowie Einsichtnahme in die Schülerakte,
Gespräche mit den Erziehungsberechtigten und den Mitarbeitern der
Station
·
Sichten der Arbeitsmaterialien, die der Schüler ggfs. mitgebracht hat
·
Erhebung einer Fragestellung für den Schüler durch das Team während der
Stationsbesprechung - mit Definition von Zielen für die schulische
Arbeit.
·
Erstellen eines Stundenplanes unter Berücksichtigung der Therapietermine
(Therapien haben Vorrang)
·
Soweit möglich, Beschulung vom ersten Tag des teilstationären
Aufenthaltes an
·
Bezugslehrkräfte als Ansprechpartner für sämtliche schulischen Belange
·
Stundenumfang von 1 bis 16 Wochenstunden (Unterrichtszeiten zwischen
8.45 – 12.30 Uhr)
·
Einzel- und Gruppenunterricht (mit wechselnden Schülerzahlen,
Lerngruppengröße bis zu 12 Schülern)
·
Unterrichtliche Schwerpunkte sind Deutsch und Mathematik. Weitere
Fächer: Kunst, Musik, Englisch, Kochen, Gestalten, Sport, Technik,
Textiles Werken, Leseförderung. Einige dieser Fächer werden von
Fachlehrern unterrichtet.
·
Individuelles Fächerangebot insbesondere bei Schulverweigerung
(Neigungsfächer).
·
Orientierung am Stoffverteilungsplan der Heimatschulen - Setzen von
Schwerpunktfächern (D / M / ab Klasse 3: Fremdsprachen) - dort
möglichst zielgleiches Arbeiten; ggfs. Möglichkeit Versäumtes
nachzuholen.
·
Einsatz individueller Wochenpläne
·
Ritualisierung des Schultages (Morgenkreis, Abschluss in der Lerngruppe,
Montagssingen im Schulverband, Abschlusssingen vor den Ferien,
Abschiedsrituale)
·
Strukturierung des Schulvormittages durch 45- bzw. 40-Minuten-Einheiten
und (gemeinsamen) Pausen im Freien
·
Regelmäßige Hausaufgaben, die sich dem Therapieplan unterordnen
·
Leistungsnachweise in Form von Tests, Arbeiten etc nach Absprache mit
der Heimatschule
·
Bei
Bedarf erhalten die Heimatschulen Zeugnisvorschläge
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·
ggfs. erste Kontaktaufnahme durch Präsenz der Heimatschule bei
Vorgesprächen
·
Brief bzw. Fax mit allgemeinen Informationen, Richtlinien und
Anforderung der Schülerakte geht kurz nach der Aufnahme an die
Heimatschulen
·
Telefonat mit KlassenlehrerIn nach ca. 1 Woche (Vorstellung der Schule
Hesterberg, Möglichkeiten und Grenzen unserer Einrichtung, Einladung zum
Besuch der Einrichtung, bisherige Schullaufbahn, Arbeits- und
Sozialverhalten, etwaige Probleme, bisherige Maßnahmen, Zusammenarbeit
mit dem Elternhaus, Fragen zum Inhalt und Schwerpunkten des Lernstoffes
etc.)
·
Briefkontakte zwischen Schülern und der Heimatklasse
·
Weitere Kontakte zum Klassenlehrer während des Aufenthaltes in
unterschiedlicher Ausprägung, gegenseitige Besuche in den Schulen - u.a.
zu Klassenkonferenzen
·
Kinder, die an FiSch (siehe Punkt VI) teilnehmen, besuchen
wöchentlich einmal die Heimatschule
·
Intensive Zusammenarbeit zum Entlassungszeitraum (siehe Reintegration)
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V.
Elternarbeit:
·
Erstes Kennenlernen der Eltern/Erziehungsberechtigten im Vorgespräch
·
Im
Aufnahmegespräch werden mit den Eltern Möglichkeiten und Begrenzungen
des schulischen Teils des Aufenthaltes besprochen
·
Eltern sollen im Aufnahmegespräch Ziele für die Schule benennen
·
Gespräche mit den Eltern während des Aufenthaltes nach Bedarf (z.B.
Absprachen bei Reintegration, Schullaufbahnberatung, etc.)
·
Abschlussgespräch (siehe Runder Tisch)
·
Regelmäßige Elternkontakte durch FiSch (siehe FiSch)
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VI. FiSch
(Familie in Schule)
Eltern trainieren jeden Mittwoch im
Unterricht unter therapeutischer Anleitung, ihr Kind bei der Umsetzung
unterrichtsrelevanter Verhaltensziele zu unterstützen. Das Erreichen der
Ziele wird täglich in jeder Unterrichtsstunde bewertet, einmal pro Woche
ausgewertet, anhand eines Säulendiagramms sichtbar gemacht und in der
FiSch-Runde vorgestellt.
Nach einigen Wochen Training beginnt
das Kind für zwei Stunden in der Woche seine Heimatschule zu besuchen,
um dort seine Verhaltensfortschritte zu zeigen.
Ausführliche Projektbeschreibung - Familie in der
Schule
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VII. Zusammenarbeit mit der
Station:
Die systemische Betrachtungsweise der therapeutischen und pädagogischen
Arbeit bedingt eine enge Kooperation zwischen der Schule und der
Tagesklinik.