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  Konzept der Primarstufe

Konzept der Lerngruppen für die Station K6       

Wer geht hin?

Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 1-4 der Grundschulen und Förderschulen von Schleswig Holstein, die mit emotionalen Störungen und Verhaltens- und Entwicklungsstörungen stationär in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Behandlung sind.

Wo ist das?

In den Räumen und mit dem Personal der Schule Hesterberg.

Wie ist der Weg?

bullet Abgabe des Anmeldebogen (Schulart, Klassenstufe, Schule, Name des/der KlassenlehrerIn)
bullet Abgabe der Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigen zum Schulbesuch durch die Station
bullet evtl. Fragestellung des Therapeuten an die Bezugslehrkraft
bullet Bezugslehrkraft vereinbart Aufnahmetermin
bullet der 1. Kontakt mit den SchülerInnen findet auf der Station statt und richtet sich genau nach den Standards für die Aufnahme von SchülerInnen (siehe Anhang Schulentwicklungsprogramm)
bullet Rundgang im Schulgebäude und Einführung in die Lerngruppe
bullet Erstellung eines individuellen Stundenplanes (z.B. Einzelunterricht)
bullet Aschließen eines Vertrages über die Pausenregeln
bullet Rücksprache mit Station/Therapeut über erste Schwerpunkte in der schulischen Arbeit mit der/dem SchülerIn

Wie sieht die Beschulung aus?

bullet zwei Lerngruppen mit jeweils bis zu 9 SchülerInnen, die sich aus der Anzahl der schulpflichtigen Kinder der Station K6 bilden
bullet Klassenleitung in jeder Lerngruppe eine Sonderpädagogin und in enger Zusammenarbeit (Tandemunterricht) mit einer Fachkraft für LRS
bullet die Unterrichtszeiten sind maximal von 8.00 Uhr bis 12.30 Uhr

Ø  Orientierung schwerpunktmäßig am Therapieplan (Therapie hat Vorrang) in Absprache mit Station bzw. Therapeuten

Ø  individueller Stundenplan in Absprache mit der Station und den Therapeuten

Ø  individuelles Fächerangebot insbesondere bei Schulverweigerung (Neigungsfächer)

Ø  Fachunterricht wird durch Fachkollegen erteilt (Sport, Tonwerken, Holzwerken, Textiles Werken, Musik)

Ø  Stundenumfang von 5 bis 20 Wochenstunden

Ø  im Einzel- und Gruppenunterricht

bullet als Räume stehen zwei mit einem Nebenraum verbundene Klassenräume zur Verfügung und ein Innenhof
bullet das Unterrichtsmaterial ist dem Leistungs- und Motivationstand des Kindes angepasst und die Lerninhalte werden mit der Heimatschule abgesprochen
bullet die Arbeitsweise ist ritualisiert, individuell, kleinschrittig, bedürfnisorientiert, stark wertschätzend, lösungsorientiert, verlässlich und weist ein individuelles Maß an Schulrealität auf.

Ø  Strukturierung des Schulvormittages durch 45-Minuten-Einheiten und gemeinsamen Pausen mit Aufenthalt im Freien

Ø  Einsatz individueller Tages- und/oder Wochenpläne

Ø  das Angebot umfasst neben den Kernfächern und dem Fachunterricht auch Schulgarten, Lernen an Stationen, Konzentrationsstunden, soziales Kompetenztraining (Bergpass), Selbstbehauptung (Körperwahrnehmung und Abgrenzung, individuelle Lese- und Rechtschreibförderung bei LRS)

Ø  gemeinsame Zielabsprache und zielorientiertes Arbeiten

Ø  therapeutische Behandlungsziele und schulische Erziehungsziele sind miteinander abgestimmt

Ø  regelmäßige Hausaufgaben mit therapeutischer Betreuung

Ø  Leistungsnachweise in Form von Tests und Arbeiten möglich, jedoch ohne Benotung der Bezugslehrkraft

Wie sieht die Zusammenarbeit mit der Station aus?

·         täglicher Informationsaustausch durch:

Ø  morgendlichen Besuch vor dem Unterricht auf der Station mit mündlichen und schriftlichen Informationsaustausch über Befinden und Therapietermine der SchülerInnen

Ø  Mitteilungshefte der SchülerInnen

Ø  Telefonate mit der Station

bullet wöchentliche Visite und Fallbesprechungen auf der Station mit TherapeutInnen, BetreuerInnen und Bezugslehrkräften
bullet vierteljährliche Besprechung mit Betreuer und Therapeuten der Station und die zuständigen Lehrer der Station (Wunsch der Bezugslehrer: Arbeitskreis Betreuer – Therapeuten – Schule)
bullet Teilnahme an gemeinsamen „Runden Tischen“
bullet „Runder Tisch“
bullet Einberufung bei Bedarf durch die Therapeuten, der Heimatschule und der Schule Hesterberg
bullet Teilnahme unterschiedlicher Personengruppen (Therapeuten, Betreuer, Eltern bzw. Erziehungsberechtigte, Bezugslehrer der Schule Hesterberg, Heimatschule, neue Schule, Jugendamt, Einrichtung)
bullet Gemeinsame Erarbeitung unterschiedlicher Themenschwerpunkte (u.a. weitere Beschulungsmaßnahmen in der Heimatschulen, Erziehungshilfen etc.)
bullet Wunsch der Bezugslehrerinnen der Schule Hesterberg: regelmäßige „Runde Tische“ während des Aufenthaltes des/der SchülerIn
bullet gegenseitige Einsicht der Patientenakten/Schülerakte möglich

Wie lange ist das Kind hier?

bullet die Verweildauer wird im Vorwege durch den zuständigen Therapeuten festgelegt und gegebenenfalls verkürzt oder verlängert

Welche Schule ist zuständig?

bullet die Zuständigkeit bleibt bei der Heimatschule

Wie sieht der Kontakt zur Heimatschule aus?

bullet Brief mit allgemeinen Informationen, Richtlinien und Anforderung der Schülerakte
bullet Telefonat mit KlassenlehreIn nach ca. 1 Woche (Vorstellung der Schule Hesterberg, Möglichkeiten und Grenzen unserer Einrichtung, Einladung zum Besuch der Einrichtung, bisherige Schullaufbahn, Arbeits- und Sozialverhalten, etwaige Probleme, bisherige Maßnahmen, Zusammenarbeit mit dem Elternhaus, Fragen zum Inhalt und zu Schwerpunkten des Lernstoffes etc.)
bullet weitere intensive telefonische Kontakte zur/zum KlassenlehrerIn während des Aufenthaltes
bullet Briefkontakte zwischen SchülerInnen Heimatklasse/KlassenlehrerIn
bullet bei Entlassung:

Ø  telefonische Ankündigung der Rückkehr

Ø  Vermittlung von Informationen über die aktuelle Lernentwicklung des/der SchülerIn

Ø  kurze schriftliche Schulmitteilung (Anzahl von Schul- und Fehltagen, Lerngruppensituation, Unterrichtsstunden pro Woche, Fächer, Angebot zu weiteren mündlichen Auskünften und Gesprächen nach der Entlassung)

Ø  evtl. Zeugnisvorschlag bei längerem Aufenthalt

Ø  Rückschulung in Heimatschule bzw. bei Schulwechsel in neu aufnehmende Schule

·         Entwicklungsschwerpunkt der Bezugslehrerinnen der Schule Hesterberg: Entwicklung eines Reintegrationskonzeptes

Welche Aufgaben hat die Heimatschule?

·         sie nimmt am gemeinsamen  „Runden Tisch“ teil

bullet sie stellt nach Absprache mit der Bezugslehrkraft Unterrichtsmaterial und/oder Stoffverteilungspläne zur Verfügung
bullet sie stellt das Zeugnis evtl. auf der Grundlage des Zeugnisvorschlages der Schule Hesterberg aus
bullet sie kann nach Absprache den/die SchülerIn in der Schule Hesterberg besuchen

 

Welche Aufgaben haben die Eltern?

bullet Elternarbeit zumeist in den Bereich der Station verlagert
bullet Elterngespräche und Besuche in der Schule möglich, während des Aufenthaltes eher selten (kaum Telefonate)
bullet Elternkontakte meist bei „Runden Tischen“ (Schule Hesterberg – Heimatschule – Therapeut – Eltern – Jugendamt), hierbei zumeist pädagogische Hilfestellungen bei Problemen in der Heimatschule (Was können Eltern ändern? Was die Heimatschulen?)
bullet Informationen aus dem häuslichen Bereich erfolgen vielfach über die Stationen

 

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Stand: 02.03.12